
Was kostet eine Google Ads Agentur? Preise, Modelle und versteckte Kosten 2026
„Was kostet eine Google Ads Agentur?“ ist eine der häufigsten Fragen, die uns lokale Betriebe stellen – und eine der am schlechtesten beantworteten. Viele Agenturen nennen keine Preise, andere nennen nur den Einstieg und verschweigen, was danach kommt. Dieser Artikel macht es anders: mit konkreten Zahlen, den gängigen Preismodellen und den Kosten, die in keinem Angebot stehen.
Zwei Kostenblöcke, die oft verwechselt werden
Bei Google Ads (früher AdWords) zahlst du immer an zwei Stellen – und die Trennung ist wichtig:
- Werbebudget – das Geld, das direkt an Google geht, für jeden Klick auf deine Anzeige. Das bekommt die Agentur nicht.
- Agenturhonorar – die Bezahlung für Einrichtung, Betreuung, Optimierung und Reporting. Das ist der Teil, um den es bei „Agenturkosten“ eigentlich geht.
Ein seriöses Angebot weist beides getrennt aus. Wenn du nicht erkennen kannst, wie viel deines Geldes tatsächlich bei Google ankommt, ist das ein Warnsignal.
Die drei gängigen Preismodelle
1. Monatliche Pauschale
Ein fester Betrag pro Monat, unabhängig vom Werbebudget. Typischerweise zwischen 300 und 1.500 Euro für lokale Betriebe. Vorteil: planbar, und die Agentur hat keinen Anreiz, dein Budget aufzublähen. Für kleine und mittlere Konten meist das fairste Modell.
2. Prozentsatz vom Werbebudget
Die Agentur bekommt einen Anteil am Werbebudget, üblich sind 10 bis 20 Prozent. Klingt fair, hat aber einen eingebauten Interessenkonflikt: Je mehr du ausgibst, desto mehr verdient die Agentur – unabhängig davon, ob die zusätzlichen Ausgaben etwas bringen. Bei kleinen Budgets kommt außerdem oft ein Mindesthonorar dazu, das den Prozentsatz faktisch aushebelt.
3. Erfolgsbasiert
Bezahlt wird pro Lead oder pro Termin. Klingt nach null Risiko, ist aber selten so einfach. Die entscheidende Frage ist, wer definiert, was ein Lead ist – und ob ein Anruf von einem Bestandskunden oder eine Spam-Anfrage mitzählt. Ohne saubere Definition zahlst du für Kontakte, die nie Kunden werden.
Zur Einordnung, was wir selbst nehmen: Die Betreuung startet bei uns bei 490 Euro im Monat, dazu eine einmalige Einrichtung von 490 Euro. In den ersten 90 Tagen gilt eine klare Regel – wenn keine messbaren Ergebnisse da sind, bekommst du die Einrichtungsgebühr zurück. Wir nennen das, weil wir finden, dass Agenturpreise kein Geheimnis sein sollten.
Wie viel Werbebudget brauchst du zusätzlich?
Das hängt weniger von der Agentur ab als von deiner Branche und Region. Für lokale Betriebe im Raum Mainz und Wiesbaden liegen die Klickpreise je nach Branche grob zwischen 1,50 und 3,50 Euro. Ein sinnvoller Einstieg beginnt bei etwa 300 bis 600 Euro Werbebudget im Monat – darunter bekommt eine Kampagne zu wenig Daten, um zu lernen. Warum das so ist, haben wir im Beitrag über Automatisierung bei kleinen Budgets ausführlich erklärt.
Realistisch gerechnet: Agentur plus Werbebudget bedeutet für einen lokalen Betrieb einen Gesamtaufwand ab etwa 800 Euro im Monat. Ob sich das lohnt, entscheidet nicht der Preis, sondern was ein neuer Kunde für dich wert ist.
Die Kosten, die in keinem Angebot stehen
Hier wird es interessant, denn die versteckten Kosten sind oft höher als das Honorar selbst:
- Lange Vertragslaufzeiten – zwölf oder 24 Monate Bindung bedeuten, dass du auch bei schlechten Ergebnissen weiterzahlst.
- Das Konto gehört der Agentur – manche Agenturen schalten Anzeigen über ihr eigenes Konto. Beim Wechsel verlierst du die gesamte Historie und fängst bei null an. Bestehe immer darauf, dass das Werbekonto auf dich läuft.
- Fehlendes Conversion-Tracking – ohne Messung, welche Klicks zu Anrufen und Terminen führen, optimiert niemand auf Ergebnisse. Das kostet nicht direkt Geld, aber es verbrennt Budget.
- Landingpage nicht inklusive – eine Anzeige, die auf eine unpassende Startseite führt, verliert einen großen Teil der Interessenten. Wenn die Seite extra kostet, gehört das in die Rechnung.
- Verlorene Anfragen – der teuerste Posten von allen. Jeder bezahlte Klick, der zu einem unbeantworteten Anruf führt, ist verlorenes Geld. Das steht nirgends auf der Rechnung, schlägt aber voll auf das Ergebnis durch.
Woran du ein faires Angebot erkennst
- Werbebudget und Honorar sind getrennt ausgewiesen.
- Das Google-Ads-Konto läuft auf deinen Namen.
- Die Vertragslaufzeit ist kurz oder es gibt eine Testphase.
- Es ist klar definiert, was als Erfolg zählt und wie gemessen wird.
- Du bekommst regelmäßige Berichte, die du ohne Fachwissen verstehst.
Wenn du wissen willst, worauf es bei der Auswahl einer Agentur in der Region sonst noch ankommt, findest du mehr dazu in unserem Beitrag Google Ads Agentur Mainz & Wiesbaden.
Was würde Google Ads für deinen Betrieb kosten?
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